"Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom", erkannte Albert Einstein
Im Konflikt-Management sprechen wir von Glaubenssätzen, also Aussagen, an die wir glauben und deren Inhalt wir für wahr und eindeutig erwiesen halten. Überzeugungen wie "Das Leben ist kein Wunschkonzert", "Aller Anfang ist schwer", "Geld regiert die Welt" oder "Ohne Fleiß kein Preis", sind Leitlinien für unser Leben, sie signalisieren eine bestimmte Sicht der Welt und leiten uns oft an, mit welcher Erwartung wir Herausforderungen angehen.
Die Warheit als Auslöser für Konflikte mit AnderenUnsere Glaubenssätze, also die "Wahrheiten", von denen wir fest überzeugt sind, prägen uns, unser Denken, Fühlen und Handeln. Jeder Einzelne übersieht dabei allerdings oft: Wenn wir etwas glauben, dann ist das nur eine mögliche Sicht der Dinge, die persönliche Sicht und damit eine subjektive Wahrheit.
Die Wirklichkeit entsteht als Abbild der Welt in unserem Gehirnen. Jeder Mensch entscheidet also für sich selbst, was für ihn wahr ist. Für die Konfliktlösung zwischen zwei Menschen heißt es daher, die jeweiligen Sichtweisen des Anderen zu erkennen und zu verstehen und es heißt, dass es selten eine absolute Wahrheit gibt. Die Wahrheit liegt oft zwischen den Kontrahenten, sie gehört niemanden allein und wird immer geteilt.
Glaubenssätze sind LeitlinienGlaubenssätze helfen uns dabei, Informationen rasch und sicher einzuordnen und schnell zu reagieren. So geben sie unserem Leben Stabilität, Kontinuität und Sicherheit. So müssen wir uns zum Beispiel nicht überlegen, ob das Glas, das wir fallen lassen, nach oben oder nach unten fällt und uns auch nicht jeden Tag neu davon überzeugen, was passiert, wenn wir keinen Toner in den Kopierer füllen.
Was ist so problematisch an Glaubenssätzen?Einschränkende Glaubenssätze hindern uns daran, unsere Wünsche und Ziele zu erfüllen. Oftmals handeln wir nach 'alten' Glaubenssätzen, die in unserer Kindheit und Jugend entstanden sind und die wir als Erwachsene nicht mehr überprüft haben. So bleiben sie in unserem Kopf bestehen und beeinflussen weiterhin unser Handeln, auch wenn sie schon lange nicht mehr zutreffen.
Einschränkende Glaubenssätze verhindern ErfolgWenn wir etwas glauben, verhalten wir uns auch so, als sei das, was wir glauben, wahr. Glaubenssätze wirken wie Handlungsanweisungen, auch für beteiligte Personen. Wenn wir glauben: "Dieses Kundengespräch wird sicher schwieriger als die bisherigen Gespräche", dann gehen wir vielleicht mit mehr mit Aufregung in dieses Gespräch, hören daher weniger auf die Aussagen des Kunden, sondern sind extrem angespannt und achtsam, weil wir alles richtig machen wollen. Der Kunde nimmt wahr, dass wir uns nur auf uns selbst konzentrieren und vermisst die Kundenorientierung. Wir nehmen wiederum die wachsenden Zurückhaltung des Kunden wahr und unser Glaubenssatz bestätigen sich, die selbsterfüllende Prophezeiung nimmt ihren Lauf.
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Nutzen Sie die unterstützenden Glaubenssätze zur Zielerreichung
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