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Zwei Millionen Doller Trinkgeld?!

 
Der KLASSE Mann ist großzügig, jedoch nicht verschwenderisch. Mit Geld um sich werfende "big tipper" sind schlicht Angeber, die Eindruck schinden wollen. Ein KLASSE Mann würdigt ausgezeichneten Service mit einem großzügigen Trinkgeld und anerkennendem Lächeln, rundet durchschnittlich auf bei durchschnittlicher Leistung und rechnet auf den Cent ab bei schlechter Qualität.
 
Er weiß, dass der Service im Flugzeug nicht mit Trinkgeld belegt wird, weil die Airlines ihre Gäste von Gastgebern betreut sehen wollen. Einen jobbenden Teenager dagegen, der Zeitungen verkauft um sein Taschengeld aufzubessern, erfreut er mit einem Extrageld besonders gerne.
 
Ob er Trinkgeld gibt oder nicht, ist weniger davon abhängig, was "man" tut als davon, was ihm ein Bedürfnis ist zu honorieren. Trinkgeld bekommen von ihm diejenigen Personen, die ihm das Leben angenehmer gestalten und dabei selbst wenig verdienen: Der Page und das Zimmermädchen im Hotel, der Auszubildende beim Friseur, der die Haare wäscht, die Garderobiere und das Toilettenpersonal für gute Arbeit, auch wenn dieser Service "inklusive" ist, und der Taxifahrer, je nachdem wie zuvorkommend er ist.
 
Kein Kleingeld ist keine akzeptable Entschuldigung für einen KLASSE Mann – es gibt Wechselgeld. Selbstverständlich denkt er auch an ein Weihnachtstrinkgeld für Dauerdienstleister, wie den Zeitungsausträger und die Raumpfleger.