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Die Konflikt-Lawine

 
Schnell ist es passiert: eine unüberlegte Bemerkung zum falschen Zeitpunkt, eine abweisende Geste, eine falsch verstandene Aussage, vergessen den Kollegen zu erwähnen oder zwei wispernde Kolleginnen. Schon sind Kollegen, Mitarbeiter oder Gesprächspartner verärgert und reagieren gereizt.
 
Wie sollen wir damit umgehen? Den Kopf in den Sand stecken? Die Augen um des lieben Frieden willen verschließen? Doch dann nagt es im Inneren.
 

Die Konflikt-Lawine kommt ins Rollen

 
Konflikte lassen uns nie kalt, sondern beeinträchtigen unseren Gefühlshaushalt und unsere Entscheidungsfähigkeit in erheblichem Maße. Werden Spannungssituationen beiseite geschoben, staut sich negative Energie auf, der Volksmund sagt „ich koche innerlich“. Passiert das Wegschieben öfter, ist irgendwann der Siedepunkt erreicht und die aufgestaute Energie entlädt sich, meist sehr heftig, eher unkontrolliert und zu einem unpassenden Zeitpunkt. Die Chance auf eine konstruktive Lösung ist vertan und destruktive, zerstörerische Gesetze greifen.

 

Durchbrechen Sie die Konflikt-Lawine frühzeitig

 
Sprechen Sie Problemstellungen und Spannungssituationen frühzeitig an. Bevor sich negative Energie aufbaut oder sich Menschen verletzt fühlen.
 
Nutzen Sie die Chance der konstruktiven Kommunikation, damit sich Neues ergeben kann und Weiterentwicklung möglich ist.
 
 

4 Regeln für eine konstruktive Kommunikation im Unternehmen

 
 
1. Pflegen Sie eine vertrauensvolle Feedback-Kultur
  • Klar definierte Spielregeln und Zeitnähe unterstützen dabei
  • Blickkontakt halten, aktives Zuhören - ohne bereits an die eigene Stellungnahme zu denken
  • Das Recht zum Ausreden
  • Offenheit und Ehrlichkeit
 
 
 
2. Respektieren Sie sich gegenseitig
  • Verzichten Sie auf Machtdemonstrationen - auch non-verbal sowie auf Überlegenheitsäußerungen, Wertungen und Bewertungen: "schlecht", "falsch", "anständig", „normal ist…", "jeder andere hätte …", "Sie müssen doch einsehen, …"
3. Sorgen Sie für einen offenen Informationsaustausch
  • Definieren Sie Informations-Wege, -Zeiten und –Mittel
  • Offen bedeutet, vorurteilsfrei Anregungen und Ideen zu analysieren
  • Statt zu überlegen, warum eine Idee gar nicht funktionieren kann, fragen Sie besser: "Was an dieser Idee ist umsetzbar, nutzbar, vorteilhaft"
4. Geben und Nehmen im täglichen Arbeitsleben
  • Das, was Sie von Ihren Mitmenschen erwarten, müssen Sie selbst zu geben bereit sein. Wollen Sie ein offenes Verhältnis zueinander, sollten Sie selbst offen sein. Möchten Sie, dass man Ihnen vertraut, zeigen Sie selbst Vertrauen. Erwarten Sie, dass Kollegen Fehler nicht vertuschen, stehen Sie selbst zu Ihren Fehlern. Sie selbst sind das Vorbild.